Murano
Murano Sommerso Geode-Schale · rot-opal · 1960er
Murano Sommerso Geode-Schale · rot-opal · 1960er
Eine dreieckige Sommerso-Schale aus Murano in der ikonischen Geode-Form: drei sanft eingerollte Spitzen, dazwischen eine tiefe, muldenförmige Vertiefung. Im Zentrum leuchtet ein kräftig rot-oranger Glaskern, eingebettet in einen milchig-opalen Mantel, der je nach Lichteinfall zwischen Weiß, zartem Rosé und Lavendel changiert; an den Außenkanten blitzt ein dünner urangelber Schleier auf, der den Schichtaufbau betont. Die Wandung ist dickwandig und schwer in der Hand, die Übergänge der Glasschichten sind klar lesbar — typische Merkmale hochwertiger Murano-Sommerso-Arbeit der 1950er und 60er Jahre. Mit 16,5 cm Durchmesser und 7 cm Höhe ist die Schale großzügig genug für Schmuck, Zigarren-Tabakwaren oder kleine Stillleben, und kompakt genug für Couchtisch, Sideboard oder Schreibtisch.
Die Sommerso-Technik („Untertauchen") wurde in den 1950er Jahren durch Flavio Poli bei Seguso Vetri d'Arte zum internationalen Phänomen — den Compasso d'Oro 1954 erhielt Poli für eine Sommerso-Vase dieser Machart. Die hier vorliegende dreieckige Geode ist eine der bekanntesten Formfamilien dieser Epoche und wurde in den 60er Jahren von mehreren Murano-Manufakturen in Variationen aufgegriffen. Ohne Werkslabel ist eine eindeutige Werkstattzuordnung nicht möglich; Stil, Glasqualität und Schichtenführung sind aber klar in der Seguso-/Poli-Schule der frühen 1960er Jahre zu verorten. Der Erhaltungszustand ist sehr gut: keine Chips, keine Risse, der polierte Standfuß ist sauber, die Oberfläche zeigt nur den feinen Patina-Glanz, der bei dieser Glasqualität nach 60 Jahren zu erwarten ist.
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