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Böhmische Tango-Glas Vase, gelb mit Rosa-Violett-Einschmelzungen und Ädernetz, 1920er
Böhmische Tango-Glas Vase, gelb mit Rosa-Violett-Einschmelzungen und Ädernetz, 1920er
Eine kleine Trompetenvase aus satiniertem Tango-Glas, jener charakteristischen böhmischen Art-Déco-Technik der 1920er Jahre, bei der ein warmer gelber Fond mit unregelmäßigen, wolkig ineinanderfließenden Farbeinschmelzungen in Rosa und Violett überzogen und anschließend mit einem feinen, spinnennetzartigen Ädergeflecht in dunklem Braun überfangen wird. Der Korpus ist klassisch zweigeteilt: ein zylindrischer, leicht bauchiger Sockel trägt einen schlanken, sich nach oben trichterförmig weitenden Hals mit leicht unregelmäßigem, organisch verlaufendem Mündungsrand. Die Farbverteilung ist an jedem Stück ein Unikat — hier konzentrieren sich die kräftigsten rosa-violetten Wolken am Übergang zwischen Sockel und Hals und ziehen sich als feine Adern bis zur Mündung hinauf. Diese Technik wurde vor allem von Franz Welz und im Umfeld der Kralik-Glashütte (unter anderem Ernst Steinwald, Tomschick) in Nordböhmen hergestellt und ist bis heute ein gesuchtes Sammelgebiet des böhmischen Art déco.
Mit einem kompakten Format von Höhe 12,5 cm und einem Mündungsdurchmesser von 6 cm ist die Vase ein Miniatur-Solitär für Regal, Fensterbank oder Vitrine — als Einzelblumen-Vase ebenso reizvoll wie als reines Sammlerobjekt. Der Zustand ist sehr gut, die satinierte Oberfläche makellos, keine Chips oder Risse.
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