Murano
Murano Sommerso Freiform-Dreiecksschale — Smaragdgrün & Chartreuse, ausgezogene Spitzen, 1960er/70er
Murano Sommerso Freiform-Dreiecksschale — Smaragdgrün & Chartreuse, ausgezogene Spitzen, 1960er/70er
Freihandgeformte dreieckige Sommerso-Schale aus Murano, wahrscheinlich hergestellt in den späten 1960er bis frühen 1970er Jahren, formal und farblich sehr nahe an den Freiform-Arbeiten der Seguso Vetri d'Arte und der Werkstatt Archimede Seguso in dieser Werkperiode. Der Glaskörper zeigt zwei ineinander verschmolzene Farbschichten in der klassischen Sommerso-Technik — ein tief smaragdgrüner Außenmantel umhüllt einen intensiv chartreuse-gelben Kern, der beim Blick auf die Draufsicht wie eine sternförmig aufreißende Flamme im Zentrum aufscheint. Der Glaskörper ist zu einer dreieckigen Grundform mit drei stark ausgezogenen, feuergezogenen Spitzen freigeformt, dazwischen liegen aufgekämmte Randwellen — das Ergebnis der pinched-rim-Technik, bei der der Meister die noch heiße Glasmasse mit der Zange in Wellen greift und die Ecken zu Flossen auszieht. Die schmalen Randspitzen stehen erhaben nach oben, der schwere Glaskern sitzt tief in der Mitte, mit einem kleinen polierten Standring am Boden.
Der Glaskörper misst rundum 30 cm über die weit gespannten Spitzen und trägt eine Höhe von 8,5 cm — ein großzügiges Zentrumstück-Format, das auf einem Couchtisch, einer Konsole, einem Sideboard oder als Vitrinestück eine skulpturale Wirkung entfaltet und gleichzeitig als Schale für Süßwaren, Trinkets oder Schmuck genutzt werden kann. Sehr guter Original-Zustand: keine sichtbaren Chips oder Kratzer, das Glas klar und ohne Trübung, die feuergezogenen Spitzen intakt, das Sommerso-Farbspiel vollständig erhalten. Der leuchtend gelb-grüne Farbkontrast ist charakteristisch für die Murano-Sommerso-Produktion der 60er/70er Jahre und deutet auf einen Uranglas-Anteil im gelben Kern hin — eine Materialität, die diese Objekte unter UV-Licht in ein leuchtendes Neongrün versetzt und heute zu einem eigenen Sammlerthema geworden ist.
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