Gräflich Ortenburgschen Steingutmanufaktur Tambach
Gräflich Ortenburg Krugvase 619, Design Ursula Beyrau, gelb-orange Fat-Lava, 1960er/70er
Gräflich Ortenburg Krugvase 619, Design Ursula Beyrau, gelb-orange Fat-Lava, 1960er/70er
Bauchige Krugvase der Gräflich Ortenburgschen Steingutmanufaktur Tambach, Modell 619, entworfen von Ursula Beyrau, 1960er bis frühe 1970er Jahre. Die Form vereint auf 16 cm Breite, 15 cm Tiefe und 14 cm Höhe eine gedrückte Kugelform mit einem kurzen zylindrischen Hals und einem breiten runden Bandhenkel — eine der ikonischen Krugvasen der westdeutschen Steingutproduktion, kompakt genug für den Beistelltisch und ausdrucksstark genug als Solitär auf dem Sideboard. Die Glasur ist ein leuchtender orange-gelber Fond, über den eine tiefschwarze bis dunkelbraune Fettlava-Lauf-Glasur in dichten Krateraufbrüchen läuft. Das Zusammenspiel von warmem Sonnengelb und dunkler Krustenstruktur macht die Vase zu einem Paradebeispiel der Fat-Lava-Technik, die in den Nachkriegs-Manufakturen der Höhr-Grenzhausener und Tambacher Region entwickelt wurde.
Auf der Unterseite geprägt ist das Wappen der Grafen von Ortenburg mit Krone darüber, darunter die Modellnummer 619 — ein klarer Herkunftsnachweis, der die Vase eindeutig der Ortenburgschen Manufaktur zuordnet und sie gegen die vielen unmarkierten Fat-Lava-Vasen der Epoche klar abgrenzt. Sehr guter Vintage-Zustand: Glasur intakt, keine Chips, keine Haarrisse, Standring sauber. Die Vase ist als Sammlerobjekt für Freunde deutscher Nachkriegskeramik ebenso geeignet wie als skulpturales Interior-Objekt für Wohnungen im Mid-Century-Modern-Stil oder in warmen Erdton-Interiors der 1970er Retro-Ästhetik.
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