Kategorie: Studiokeramik

Studiokeramik meint Gefäße und Figuren, die in einer eigenen Werkstatt entstanden sind, nicht in industrieller Serienfertigung. Der Töpfer oder die Töpferin entwirft, dreht, glasiert und brennt selbst, oft in kleinen Auflagen oder als Unikat. Das Ergebnis sind Stücke, bei denen die Handschrift sichtbar bleibt: an der Drehspur, an der Glasurführung, am Verlauf über die Kante.

Die Bewegung erreichte in den 1960er bis 1980er Jahren ihren Höhepunkt, in Deutschland, in Skandinavien und in Frankreich. In dieser Auswahl finden sich unter anderem Arbeiten von Fritz van Daalen aus Aalen, von Jette Andersen aus Dänemark, von Ilse Ludwig-Korbel aus Tittmoning und von Rudi Stahl, dazu französische Raku- und Grès-Arbeiten und Stücke in der Leach-Hamada-Tradition mit Ascheglasuren.

Ein praktischer Hinweis für Sammler: Fast alle Stücke hier sind signiert, gestempelt oder datiert, und in den Objektbeschreibungen finden Sie Abbildungen der Marken. Bei Studiokeramik ist die Signatur oft der einzige Weg zur Zuordnung, weil es keine Werkskataloge gibt, in denen man nachschlagen könnte. Wo eine Signatur nicht auflösbar ist, steht das dabei, statt eine plausible Vermutung als Tatsache auszugeben.